Neurodermitis - Was hilft wirklich?

Neurodermitis

Leiden Sie an Neurodermitis? Haben Sie einen Neurodermitiker in der Familie? Oder kennen Sie jemanden, der an Neurodermitis leidet? Leiden ist in diesem Zusammenhang genau das richtige Wort. Jeder, der mal einen Mückenstich gehabt hat, weiß, wie ätzend es sein kann, wenn die Haut juckt. Und dieses Jucken trotz kratzen nicht weg geht. Und dann sogar irgendwann die ganze Haut aufgekratzt ist, was den Juckreiz und das unangenehme Gefühl noch verstärkt. Was genau Neurodermitis ist wurde schon hinreichend erklärt. Heute gibt es mal ein paar Tipps von mir, die eine Neurodermitis langfristig verbessern können. 
 
Ich habe in meiner Praxis die Erfahrung gemacht, dass gerade bei Kindern oft eine versteckte Nahrungsmittelallergie hinter einer Neurodermitis steckt. Die häufigsten nicht vertragenen Nahrungsmittel sind dabei Weizen, Milch und gelegentlich Eier. Was genau nicht vertragen wird kann entweder kinesiologisch ausgetestet, oder durch eine Weglassdiät ausprobiert werden. Bei der Weglassdiät sollten Sie am besten für 2 – 3 Wochen komplett auf Milchprodukte, Weizen und Eier verzichten. Das Hautbild sollte sich in dieser Zeit leicht verbessern, eine sehr schnelle Besserung tritt aber meist nicht ein. Wenn Sie nach dieser Zeit zuerst mit einem dieser 3 weggelassenen Lebensmittel beginnen, sollte es im Fall einer Allergie zu einer rasanten Verschlechterung kommen. Dann wissen Sie, dass dieses Lebensmittel nicht vertragen wird und können es dauerhaft aus dem Essensplan streichen oder zumindest massiv reduzieren. Bei gestillten Babys sollte übrigens die Mutter auf diese Lebensmittel verzichten, da die Allergene über die Muttermilch an die Säuglinge weitergehen. 
 
Die Ernährung sollte überwiegend basisch sein und relativ wenig tierisches Eiweiß enthalten. Zu den sehr basischen Lebensmitteln gehören z.B. Gurke, Wassermelone und Zitrone. Ein recht leicht umzusetzender Tipp wäre also, jeden Abend zum Abendessen eine Gurke mit aufzuschneiden und der täglichen Wasserkaraffe einen Spritzer Zitronensaft hinzuzufügen. Vorsicht ist außerdem bei Zucker, Süßigkeiten und Fertiggerichten geboten – umso weniger, desto besser. Aber passen Sie auf, dass Sie sich nicht alles verbieten – nicht dass Sie durch die tägliche Ernährung gestresst sind, was sich auch wieder negativ auf die Haut auswirken kann. 
 
Sehr wichtig ist bei der Neurodermitis außerdem die Hautpflege. Ich bin ein großer Fan von so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Normale Cremes, die es in der Drogerie zu kaufen gibt, würde ich als Tagespflege unbedingt weglassen, vor allem Sonnencremes. Alternativ können Sie als Tagespflege mal Ozonisiertes Olivenöl versuchen, welches die Haut entsäuert und die Zellatmung verstärkt. Auch bei anderen Mitteln im Haushalt sollte auf eine gute Qualität mit wenig Schadstoffen geachtet werden, etwa bei Reinigungsmitteln oder Waschmittel. Weichspüler ist aus meiner Sicht komplett unnötig und enthält viele Schadstoffe. 
 
Zum Schluss noch ein paar allgemeine Maßnahmen: Viele haben vielleicht schon bemerkt, dass ein Urlaub am Meer sehr gut für die Haut ist. Da wir aber nicht permanent Urlaub machen können (schön wärs), können ein Besuch in einer Salzgrotte oder ein Basenbad einen ähnlichen Effekt haben. Sehr bewährt hat sich auch eine Eigenurinbehandlung: Neurodermitisherde können mit dem eigenen Urin betupft werden, was zu einer raschen Reduzierung des Juckreizes führt und auch das Hautbild verbessern soll. Probieren Sie es gerne mal aus! 

Dana Hafenberg - Heilpraktikerin aus Leidenschaft

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